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Buchfink Titelbild

Nicht der Haussperling oder die Amsel, sondern der Buchfink ist unser häufigster Brutvogel. Er ist ein Vertreter der Finkenfamilie und relativ einfach zu beobachten. Ein idealer Vogel für all jene, die neu in die Vogelkunde einsteigen.

Gerade jetzt im Winter zeigt sich der Buchfink oft als Gast an Futterhäuschen. Da hält er sich meist am Boden auf, um die heruntergefallenen Samen aufzunehmen, in dieser Zeit ist er ein „Körnlipicker“. Sein kräftiger Schnabel deutet darauf hin, dass er sich gerne von Samen ernährt, zumindest im Winterhalbjahr.

Buchfinken-Männchen im Winter

Bereits im späteren Februar ertönt der charakteristische Gesang des Männchens, anfangs noch verhalten. Sobald die voll ausgesungenen Strophen zu hören sind, kündigt sich der Frühling an. Der Gesang, der meist von Ästen auf halber Baumhöhe ertönt, dient dazu, Reviere abzustecken und Weibchen anzulocken.

Um sich den Gesang eines Vogels einzuprägen, existieren verschiedene Merksätze. In Deutschland lautet einer für den Buchfinken zum Beispiel „bitte noch ein Weizenbiiieeer“, in der Schweiz „fort, fort, fort, sosch rüehr dr es Schübeli noh“. Der Buchfinken-Gesang lässt sich gut lernen und wer Mühe damit hat, findet im Internet gute Beispiele.

Je nach Verbreitungsgebiet haben Buchfinken verschiedene Dialekte, vor allem beim absteigenden Endschnörkel gibt es Variationen. Der Vogel zeichnet sich auch durch unterschiedliche Rufe aus wie den Luftfeindruf, Paarungsruf, Frühlingsruf, Flugruf und natürlich den Bettelruf der Jungvögel. Der sogenannte Regenruf ist vor allem während der Brutzeit zu hören und hat mit Regen absolut nichts zu tun, ausser dass er auch bei schlechter Witterung zu hören ist, wenn die meisten Vögel das Singen eher lassen. Wahrscheinlich hat er eine ähnliche Revier anzeigende Funktion wie der Gesang.

Buchfinken Weibchen mit Bergfink

Der Buchfink ist in Europa und Nordafrika, aber auch in Westasien verbreitet. Männliche Buchfinken sind etwa so gross wie Haussperlinge und haben ein farbenprächtiges Gefieder, je nach geographischer Lage gibt es Unterschiede. Die Unterseite unserer einheimischen Buchfinken-Männchen ist rostrot, ebenso die Wangen. Scheitel und Nacken sind graublau, der Bürzel (Gefiederpartie im Bereich Hinterrücken/Oberseite Schwanzwurzel) ist graugrün, Flügelbinde und Schulterfleck weiss. Im Flug fallen die zwei weissen Flügelbinden, wovon eine der breite Schulterfleck ist, besonders auf, ebenso die weissen Schwanzkanten. In gemischten Schwärmen, z.B. mit Bergfinken, sind dies sehr zuverlässige Merkmale. Charakteristisch ist der kräftige, wellenförmige Flug.

Buchfink Männchen PK

Die Buchfinken-Weibchen sind unscheinbar gefärbt, der Gesamtton ist graugrün.

Buchfink Weibchen

Buchfinken sind Standvögel oder Kurzstreckenzieher. Die etwas kleineren Weibchen und die Jungvögel ziehen meist weiter in den Süden als die Männchen. Die männlichen Buchfinken bleiben oft im Brutgebiet oder in der Nähe und sind dann scheinbar ledig oder ehelos. Daher kommt ihr wissenschaftlicher Name Fringilla coelebs („lediger Fink“).

Der grosse Teil der Überwinterer in der Schweiz sind nicht einheimische Brutvögel, sondern Vögel aus Deutschland, Tschechien, dem Ostseeraum und Russland.

Bei Vögeln wählen in der Regel die Weibchen ihren Partner aus. Dabei zählen Kriterien wie Gesang, Gefiederfärbung und Alter. Ältere Buchfinken-Männchen haben bessere Chancen, da ihr Gesang meist kunstvoller ist, und da sie aggressiver um die Weibchen werben als jüngere Artgenossen. Häufig finden sich auch die Brutpaare des Vorjahres wieder zusammen.

Was seinen Lebensraum anbelangt, ist der Buchfink nicht wählerisch. Er kommt überall vor, wo zumindest einige Bäume wachsen. Der höchste Brutnachweis aus der Schweiz stammt aus über 2300 m Höhe! Es ist aber gut möglich, dass sich Buchfinken auch im eigenen Garten ansiedeln. Sie gehören zu den frei brütenden Singvögeln und bauen ihr halbkugeliges Nest in einer Astgabel in einem Baum oder Strauch.

Buchfinknest

 

Das Nest ist ein kleines Kunstwerk aus Moos, Grashalmen und Wurzeln. Innen polstert es das Weibchen mit Gräsern, Pflanzenfasern, Federchen und Haaren aus. Für das hier abgebildete Nest wurden Hundehaare verwendet.

 

Der Nestbau beginnt meist Ende März und dauert 7 bis 14 Tage, im Fall von Zweitbruten wird das erste Nest oft übernommen und ausgebaut. Das Weibchen legt vier bis fünf blaue, lila gefleckte Eier in täglichen Abständen und beginnt ab dem vorletzten Ei zu brüten. Das Brutgeschäft übernimmt das Weibchen, während das Männchen in dieser Zeit das Revier verteidigt.

Nach dem Schlupf füttert das Paar seine Jungen während rund 14 Tagen im Nest. Die Nahrung besteht aus Insekten, bevorzugt werden Schmetterlingsraupen, die nach dem Blattaustrieb im Frühling in grosser Zahl vorkommen. Im Gegensatz zu anderen Finken, die ihren Nachwuchs mit im Kropf vorverdautem Körnerbrei füttern, werden Buchfinkenküken ausschliesslich mit tierischer Nahrung versorgt. Während der Brutsaison ernähren sich auch die Elterntiere von tierischer Nahrung. Nach dem Ausfliegen werden die Jungvögel noch während rund drei Wochen gefüttert.

Buchfink Maennchen fuettert Jungvogel

 


Buchfink T

 Die ausführliche Dokumentation zum heutigen Vogel des Monats für den Unterricht finden Sie hier: der Buchfink.

Ich danke Edith und Beni Herzog herzlich für die interessanten Informationen und die wunderbaren Fotos. Auf ihrer Webseite benifotos.ch sind die Bilder grösser und noch prächtiger zu sehen.

Zielgruppe: 3. - 6. Klasse
Bezug Lehrplan 21: NMG 2.1    NMG 2.3    NMG 2.4    NMG.2.6

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Eichelhaeher Titelbild

Unschwer zu erraten, was für Leckerbissen dieser Vogel am liebsten frisst! Im Herbst und Winter ist er Vegetarier, allerlei Samen, Beeren und Früchte stehen auf dem Speiseplan des Eichelhähers. Findet er nicht genügend Eicheln, Bucheckern, Haselnüsse und Kastanien, weicht er auf Ackerfrüchte aus. Da heute grossflächig Mais angebaut wird, hat er sich in Form von Maiskörnern eine neue Nahrungsquelle erschlossen.

Eichelhaeher Farben

Der Eichelhäher ist ein Singvogel aus der Familie der Rabenvögel. Er ist prächtig gefärbt, besonders auffällig sind seine schillernden blau-schwarz gebänderten Federchen am Flügelbug. Markant ist sein schwarzer Bartstreif, sein Körpergefieder ist rötlichbraun. Stirn und Scheitel sind schwarz gestrichelt, Flügel und Schwanz schwarz. Im Flug kontrastiert der weisse Bürzel zur schwarzbraunen Färbung der Steuerfedern (Schwanzfedern). Männchen und Weibchen sind gleich gefärbt.

Eichelhaeher Laub

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Zwergtaucher mit Jungen

Der Zwergtaucher ist der kleinste Lappentaucher und verwandt mit dem Haubentaucher. Die Übersetzung seines wissenschaftlichen Namens Tachybaptus ruficollis lautet „Rothalsiger Schnelltaucher“. Die Vögel sind in der Tat exzellente Schwimmer und Taucher. Auch bei Gefahr verschwinden sie blitzschnell unter die Wasseroberfläche.

Zwergtaucher Titelbild

Männchen und Weibchen sind amselgross und sehen fast gleich aus, das Männchen ist etwas grösser. Ansonsten gibt es keinen Geschlechtsdimorphismus. Das Gewicht beträgt 130 bis 230 g, entspricht also ungefähr zwei Tafeln Schokolade. Im Brut- oder Prachtkleid ist der Zwergtaucher intensiver und dunkler gefärbt. Brust, Hals und Wange leuchten rostbraun, die Unterseite ist weiss glänzend. Auffällig sind der dunkle, kurze Schnabel mit weisser Spitze und vor allem der leuchtende, gelbliche Schnabelwinkel.

Zwergtaucher werden gerne übersehen, da ihr Gefieder unauffällig ist und sie in der Regel sehr scheu sind, vor allem während der Brutzeit. Oft werden sie mit jungen Enten verwechselt.

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Kohlmeise Titelbild

Die Kohlmeise ist unsere grösste und anpassungsfähigste Meise und eine der bekanntesten Gartenvogelarten in Europa. Ihr Verbreitungsgebiet reicht bis nach Asien.

Früher bewohnte sie Laub- und Mischwälder, sie kommt heute aber in fast allen Lebensräumen vor, in denen sie Höhlen und Nischen zum Brüten findet, also auch in Obstgärten und Siedlungen. Die Kohlmeise ist ein Standvogel, d.h. sie lebt ganzjährig bei uns. Nur Vögel aus Nordeuropa ziehen im Winter zum Teil in südlichere Gegenden ab.

Kohlmeise Maennchen Streif

Gut beobachten lässt sich die Kohlmeise im Winter am Futterhäuschen. Männchen und Weibchen unterscheiden sich nur bei genauerem Hinsehen. Der schwarze Bruststreif – in der Schweiz bezeichnen wir ihn als „Krawatte“ – ist bei Männchen ausgeprägter und zieht sich bis zu den Beinen. Je breiter die „Krawatte“, umso dominanter und attraktiver ist das Männchen.

Beim Weibchen ist dieser Streif schmaler, oft durchbrochen und läuft aus. Der Kopf ist schwarz, die Wangen weiss. Die „kohlschwarzen“ Partien am Kopf gaben der Kohlmeise ihren Namen, früher wurde sie auch als „Brandmeise“ bezeichnet. Der Rücken ist grüngrau gefärbt, Flügel und Schwanz blaugrau.

Kohlmeise Weibcgen Streif

Den Gesang hört man bereits im Spätherbst und Winter. Er lässt sich dann leicht lernen, da das Vogelkonzert in dieser Jahreszeit generell bescheiden ist. Der bekannteste Gesang der Kohlmeise ist „ti-ta-ti-ta-ti-ta“ oder auch das mehrfach wiederholte Motiv „zi-zi-däh“, in der Schweiz bekannt als „Zyt isch do“. Ab dem Beginn der Brutsaison Mitte April verstummt der Gesang langsam und oft sind die Leute erstaunt, dass der vertraute Gesang nicht mehr zu hören ist.

Die Kohlmeise baut ihr Nest aus feinem Moos und Grashalmen in Spechthöhlen, Astlöchern und andern Hohlräumen. Sie polstert das Nest mit Tierhaaren, Wolle und kleinen Federn aus. Das Gelege umfasst 6 bis 12 Eier. Bei der Jungenaufzucht spielen eiweissreiche Raupen eine grosse Rolle. Aufgrund von entsprechendem Futtermangel in Gärten reicht die Nahrung für den Nachwuchs dann oft nicht aus, vor allem wenn zur Nestlingszeit tagelang schlechtes Wetter herrscht.

Kohlmeise Raupe

Die Jungen sind anfangs nackt und blind. Der Rachen ist ultraviolett gefärbt und so für die fütternden Altvögel im Halbdunkel besser sichtbar. Beide Eltern tragen 16 bis 22 Tage Nahrung ins Nest. Etwa eine Woche nach dem Ausfliegen sind die jungen Kohlmeisen selbstständig, werden aber von den Eltern weiterhin mit Futter versorgt. Oft kann man junge Meisen bei der gemeinsamen Futtersuche beobachten.

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Alpenstrandl Titelbild


Der Alpenstrandläufer ist eine der häufigsten Watvogelarten und gehört zur Familie der Schnepfenvögel. Watvögel bezeichnet man auch als Limikolen. Viele Limikolen sind Schwarmvögel und Zugvögel. Drei Viertel seines Lebens verbringt der Alpenstrandläufer auf dem Zug oder in den Überwinterungsgebieten.

In der Schweiz ist der „Alpi“, wie wir ihn im Volksmund liebevoll nennen, kein Brutvogel, sondern nur während des Durchzugs zu beobachten, selten überwintern einzelne Individuen bei uns. Unsere nördlichen Nachbarn werden in dieser Hinsicht richtiggehend „verwöhnt“. Am Wattenmeer können die Alpenstrandläufer zu den Durchzugszeiten in grossen Schwärmen angetroffen werden. Dort mausern bereits im August mehrere hunderttausend Altvögel, später treffen auch noch die Jungvögel ein.

Alpenstrandl Schwarm


Im letzten Oktober konnten wir selber die Alpenstrandläufer an der Ostsee in kleinen Verbänden, manchmal vergesellschaftet mit andern Limikolen, beobachten. Dieses Schauspiel beeindruckte uns nachhaltig.

Den Winter verbringt der Alpenstrandläufer an Meeresküsten in Mittel-, West- und Südeuropa und in Nordwestafrika bis Indien.

Der bevorzugte Lebensraum zur Brutzeit sind feuchte Wiesen und Moore, Heidegebiete, vor allem Tundren und Salzwiesen mit niedriger Vegetation. Er ist jedoch streng an das Vorhandensein von Feuchtgebieten und offenem Wasser gebunden. Island beherbergt drei Viertel des europäischen Bestands. Der Rest brütet im Norden Skandinaviens und Sibiriens, auf den Britischen Inseln und im Ostseeraum.

Alpenstrandl Brutgebiet

 

"Die etwas irreführende Bezeichnung Alpenstrandläufer ist vermutlich darauf zurückzuführen, dass deutschsprachige Ornithologen ihn zu Beginn des 19. Jahrhunderts vor allem als Brutvogel der Lappländischen Alpen kannten." (Wikipedia)

Alpenstrandl Prachtkleid

Im Pracht- oder Brutkleid ist der etwa starengrosse „Alpi“ durch das schwarze Bauchschild unverkennbar. Auf der Oberseite ist sein Federkleid rostbraun gefärbt. Der schwarze Schnabel ist mittellang und im vorderen Viertel leicht nach unten gebogen. Sein Verwandter - der Sichelstrandläufer - hat einen längeren und stärker gebogenen Schnabel.

Alpenstrandl Verwandter Sichelstrandlaeufer


Speziell ist die Art der Futtersuche. Viele Watvögel suchen ihre Nahrung wie Insekten, Larven, Würmer, Krebstierchen und andere Wirbellose mit dem Schnabel stochernd an Kies- und Sandstränden, auf Schlickflächen und Schlammbänken. Der Alpenstrandläufer zeigt dabei eine besondere Verhaltensweise; daran ist er auch oft gut zu erkennen: Er „nähmaschinelet“, wie wir in Schweizerdeutsch sagen. Das heisst, er bewegt seinen stochernden Schnabel im weichen, feuchten Boden so schnell auf und ab, dass man es mit der raschen Bewegung der Nadel einer ratternden Nähmaschine vergleichen kann.

Alpenstrandl stochernd

Im Schlicht- oder Ruhekleid „verliert“ der Alpenstrandläufer seinen schwarzen Bauchfleck, das Gefieder seiner Oberseite mutiert zu graubraun bis rauchgrau. In diesem Kleid ist es oft schwierig, ihn einwandfrei zu bestimmen, da er dann gerne mit andern Watvogelarten verwechselt werden kann.

Alpenstrandl Schlichtkleid

Bild oben: Alpenstrandläufer im Schlichtkleid (rechts) zusammen mit einer Bekassine und zwei Kampfläufern, zwei anderen Limikolenarten.
Bild unten: Alpenstrandläufer im Jugendkleid.

Alpenstrandl Jugendkleid

Limikolen produzieren generell vier Eier, so auch der Alpendstrandläufer. Er legt die Eier in einem Abstand von 30 bis 36 Stunden. Es findet eine Jahresbrut statt, die Brutzeit dauert von Mai bis Juli. Das Nest am Boden ist meist gut in einem Grashorst versteckt. Beide Elternvögel bebrüten die Eier. Nach etwa drei Wochen schlüpfen die Küken. Ihre Daunen sind in diesem Stadium nicht wasserdicht und mit ihrem Schnabel können sie noch nicht im Boden stochern. Sie picken deshalb kleinste Tiere von Pflanzen und Boden. Nach weiteren drei Wochen sind die Jungvögel flügge. Die Geschlechtsreife tritt nach einem Jahr ein. Der Vogel kann im besten Fall gut 20 Jahre alt werden!

Alpenstrandl Meeresstrand


Der Alpenstrandläufer gehört zu den Arten, für die ein starker Arealverlust infolge der Klimaerwärmung prognostiziert wird.

Wir freuen uns auf den Herbstzug und hoffen, in unsern Hauptbeobachtungsgebieten in der Schweiz, am Klingnauer Stausee und am Flachsee, einige Alpenstrandläufer und natürlich auch andere Limikolen sehen zu können.

Alpenstrandlaeufer T

 

Die ausführliche Dokumentation zum heutigen Vogel des Monats für den Unterricht finden Sie hier: der Alpenstrandläufer.

Ich danke Edith und Beni Herzog herzlich für die interessanten Informationen und die wunderbaren Fotos. Auf ihrer Webseite benifotos.ch sind die Bilder grösser und noch prächtiger zu sehen.

 

 

 

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Steinschmaetzer Titelbild


Der Steinschmätzer brütet in weiten Teilen Europas und Nordasiens, in Alaska, im arktischen Ostkanada und in Grönland. Er überwintert ausschliesslich in den afrikanischen Steppen südlich der Sahara und auf der Arabischen Halbinsel. Aus der artenreichen Gattung der Steinschmätzer wählen wir den „echten“ Steinschmätzer, d.h. die Art, die u.a. in der Schweiz und Deutschland brütet. In der Schweiz sind die Brutlebensräume vorwiegend in den Bergen, meist oberhalb der Waldgrenze zwischen 1800 und 2600 m. Der Steinschmätzer bevorzugt kurzrasige und steindurchsetzte Wiesen. In Deutschland findet man ihn auch auf Heideflächen, in Dünengebieten an der Küste, in Kies- und Sandgruben, Steinbrüchen, abgetorften Mooren und Truppenübungsplätzen. In den meisten Bundesländern Deutschlands gilt die Art als vom Aussterben bedroht.

Steinschmaetzer Flug

Das Männchen zeigt im Prachtkleid eine sehr schöne Färbung. Seine Unterseite ist weiss, die Oberseite grau, die Flügel schwarz und im Gesicht fällt die schwarze „Zorro“-Maske auf, ebenso der weisse Überaugenstreif. Ein deutliches Erkennungsmerkmal im Flug ist in allen Kleidern das kopfstehende schwarze T im weissen Schwanz.

Steinschmaetzer Maennchen

Weibchen sind bis auf die dunklen Flügel und den schwarz-weissen Schwanz beige-braun gefärbt.

Steinschmaetzer Weibchen

Steinschmätzer sind territorial und verteidigen ihr Revier aggressiv. Der Reviergesang des Männchens besteht aus hart zwitschernden und knirschenden Strophen. Es hört sich ein bisschen an, als ob zwei Steine hart gegeneinander gerieben würden. Womit das Rätsel des Namens Steinschmätzer auch gelöst wäre!

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  • Knacknuss 389


    Knack389

    Antworten bitte im Perlen-Kommentar. Für die erste richtige Lösung gibt es 10 Nüsse und für 100 Nüsse einen Preis zu gewinnen. Pro Person ist nur eine Antwort erlaubt. Viel Glück!

  • Der Goldfisch


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    Es war einmal ein kleiner Goldfisch, der eines schönen Tages seine sieben Talente nahm und davonflitzte, um das Glück zu suchen. Er war noch nicht weit gekommen, als er einem Aal begegnete, der ihn fragte: „Psst, Gevatter, wo gehst du hin?“
    „Ich bin auf der Suche nach dem Glück“, antwortete der Goldfisch stolz.
    „Dann bist du hier richtig“, sagte der Aal. „Für nur vier Talente kannst du diese wundervolle und unheimlich schnelle Flosse kaufen, dank der du mit doppelter Geschwindigkeit weiterreisen kannst.“
    „Oh, das ist eine einmalige Gelegenheit“, sagte der Goldfisch ganz aufgeregt. Er bezahlte, nahm die Flosse und schwamm viel schneller als vorher davon.

    Bald kam er in die Nähe eines grossen Tintenfisches, der ihm zurief: „Hei, Gevatter, wo gehst du hin?“
    „Ich bin auf der Suche nach dem Glück“, antwortete der Goldfisch.
    „Du hast es gefunden, mein Sohn“, sagte der Tintenfisch. „Für einen sehr günstigen Preis kann ich dir diesen Propeller verkaufen, dann kommst du noch schneller voran.“
    Der Goldfisch kaufte den Propeller mit seinem Geld, das er noch übrig hatte, und zog mit doppelter Geschwindigkeit weiter.

    Bald stand er vor einem mächtigen Hai, der ihn grüsste:„Hei, Gevatter, wo gehst du hin?“
    „Ich bin auf der Suche nach dem Glück“, antwortete der Goldfisch.
    „Du hast es gefunden. Nimm diese bequeme Abkürzung“, sagte der Hai und zeigte in seinen aufgerissenen Schlund, „da wirst du eine Menge Zeit sparen.“
    „Oh, vielen Dank!“, rief das Goldfischchen und schlüpfte in den Rachen des Hais, wo er gemütlich verdaut wurde.

    Wer nicht genau weiss, was er will, endet leicht dort, wo er nicht hinwollte.

    Quelle: Qumran2
    Bild: Pixabay, Hans

  • Vogel des Monats: der Kiebitz


    Kiebitz Titelbild

    Der Kiebitz ist eine Limikolenart, ein Watvogel, und wohl einer der bekanntesten dieser Vogelfamilie. Er benötigt als Lebensraum Feuchtgebiete wie Riedwiesen, dies vor allem in der Brutzeit.

    Der Charme dieses auffälligen, faszinierenden Vogels begeisterte die Ornithologen schon immer. Das Gefieder des Männchens ist schwarz-weiss, die Oberseite schillert bei Sonnenschein metallisch grün, hinter dem Flügelbug ist je nach Lichteinfall auch ein violetter Glanz zu erkennen.

    Kiebitz 3

    Der Brustlatz ist bis zur Kehle schwarz. Ein besonders hübsches Kennzeichen sind die Schopffedern am Kopf, die man in der Fachsprache als „Federholle“ bezeichnet. Diese Schmuckfedern sind beim Männchen länger als beim Weibchen, das Weibchen ist generell etwas bescheidener gefärbt.

    Kiebitz Männchen

    Der Kiebitz wird rund 200 g schwer, was dem Gewicht von zwei Tafeln Schokolade entspricht. Den besonderen Rufen verdankt er seinen deutschen Namen. Vor allem die Männchen sind während der Balzzeit stimmfreudig und zeigen dann auch ihre akrobatischen Balzflüge. Dazu gehören Loopings, Sturz- und Steigflüge. All dies findet nach Ankunft aus den Wintergebieten ab Anfang März statt.

    Kiebitz 5
    Im Flug sind die breiten Handflügel des Kiebitzes zu erkennen.

    Kiebitze aus Mittel- und Westeuropa überwintern hauptsächlich in Frankreich, auf der Iberischen Halbinsel und in Nordafrika. Skandinavische Kiebitze ziehen im Winter auf die Britischen Inseln, die Brutvögel Osteuropas, Russland und Finnlands vorwiegend nach Italien.

    Der Kiebitz brütet einzeln oder in lockeren Kolonien. Er ist ein Bodenbrüter, sein Nest befindet sich in geeigneten Feuchtgebieten mit spärlich bewachsener Fläche oder im Kulturland. Hier errichtet er eine einfache Mulde ohne Nestausstattung, in Feuchtgebieten hingegen stattet er die Mulde mit trockenem Gras und Zweiglein aus.

    Wie bei fast allen Watvögeln üblich, legt das Weibchen vier Eier im Abstand von 24 Stunden. Sobald das letzte Ei gelegt ist, bebrüten beide Eltern abwechslungsweise das Gelege. Nach rund 30 Tagen schlüpfen die Küken. Zwei Tage vor dem Schlüpfen fiepen die Küken in den Eiern. Diese Kommunikation dient dazu, sich gegenseitig auf den Schlüpftermin abzustimmen, sodass die Jungtiere praktisch gleichzeitig schlüpfen.

    Kiebitz 8

    Kiebitz-Küken sind Nestflüchter, das heisst sie suchen sofort selbstständig nach Nahrung und sind auf das „Laufen“ spezialisiert, sie haben kräftige Beine. Auf dem Speiseplan der Kiebitze stehen insbesondere Insekten, deren Larven und Würmer, aber auch Samen. Vor allem bei Regen werden die Küken von ihrer Mutter gehudert (gewärmt und beschützt), unter ihrem Federkleid kühlen sie nicht aus.

    Kiebitz 7

    Vater und Mutter führen die Jungen und verteidigen diese auch vehement gegen Feinde wie Greif- und Rabenvögel, Gänse, Fuchs usw.

    Diese werden lauthals im Flug angegriffen oder aber abgelenkt, indem der Altvogel am Boden mit dem Körper auf die Seite kippt und mit herabhängenden Flügeln eine Verletzung vortäuscht. Dieses Verhalten bezeichnet man als „Verleiten“.

    Nach 35 bis 40 Tagen sind die jungen Kiebitze flügge. In der Regel findet eine Jahresbrut statt, bei Gelegeverlust kann es zu Ersatzbruten kommen.

    Kiebitz 4

    Ausserhalb der Brutzeit sieht man Kiebitze meist in Gruppen von 30 oder mehr Vögeln. Im November suchen sie oft frisch abgeerntete Zuckerrübenfelder auf.

    In der Schweiz erlitt der Bestand des Kiebitzes einen drastischen Einbruch aufgrund der Trockenlegung von Feuchtgebieten, sein Lebensraum schwand markant. Die Landwirtschaftsgebiete dehnten sich dafür mehr und mehr aus. Durch die landwirtschaftliche Bewirtschaftung gehen viele Kiebitz-Nester verloren und auch der Verlust durch Beutegreifer trägt dazu bei. Bei anhaltend trockener Witterung finden die Küken zu wenig Nahrung und verhungern. Der Kiebitz-Bestand in der Schweiz liegt bei 180 Brutpaaren. Der Bestand konnte sich in der Schweiz nur halten, weil aus andern Gebieten Brutvögel einwanderten. Aber in den Achtzigerjahren erlitten auch die Nachbarländer Bestandseinbrüche, was zu einem erneuten Rückgang der Art führte. Der Kiebitz steht in der Schweiz auf der Roten Liste, ist also vom Aussterben bedroht.

    Kiebitz T
    Die ausführliche Dokumentation zum heutigen Vogel des Monats für den Unterricht finden Sie hier:  der Kiebitz oder in der Lehrmittel Boutique, wo das Heft auch für Nichtmitglieder kostenlos zur Verfügung steht.

    Ich danke Edith und Beni Herzog herzlich für die interessanten Informationen und die wunderbaren Fotos. Auf ihrer Webseite benifotos.ch sind die Bilder grösser und noch prächtiger zu sehen.

    Zielgruppe: 3. - 6. Klasse
    Bezug Lehrplan 21: NMG 2.1 NMG 2.3 NMG 2.4 NMG.2.6

  • Fantasiegeschichten - eine Anleitung


    Fantasiegesch T Fantasiegesch 1 Fantasiegesch 2

    Vom Sammeln von Ideen bis zur fertigen Fantasiegeschichte: Schritt für Schritt wird der Schüler, die Schülerin mit diesen Karten und Aufgaben begleitet, mit Beispielen geführt und angeregt.

    Die Checkliste und die Hinweise, worauf bei der Beurteilung geachtet wird, sind eine verlässliche Stütze.

    Download: Vorgehen Fantasiegeschichte

  • Addition und Subtraktion im Hunderterraum


    Add Subtr 100 Aufbau T Add Subtr 100 Aufbau 4 Add Subtr 100 Aufbau 3

    Oft fehlen Schülerinnen und Schülern selbst in der Mittelstufe wesentliche Grundlagen der Arithmetik. Sie sind zwar bereits bei den schriftlichen Operationen oder beim Bruchrechnen angelangt, sind aber nicht in der Lage, einfache Additionen im Kopf vorzunehmen.

    Einige Kinder haben erstaunliche Fertigkeiten entwickelt, nicht nur kleine Summanden mit den Fingern abzuzählen. Dieses Vorgehen ist natürlich nicht nur wenig effizient, auch die Fehlerquote ist entsprechend hoch.
    Es gibt verschiedene Methoden, die Rechenfertigkeit zu üben. Letztlich müssen sich die Kinder einfach gewisse Zahlenkombinationen einprägen, um sie bei Bedarf sicher abrufen zu können.

    Die vorliegenden Blätter können als zusätzliche Hilfe für diese Kinder eingesetzt werden. Braucht zum Beispiel ein Drittklässler für die erste Seite („Grashüpfen 1“) länger als 30 Minuten und/oder macht er mehr als 10 Fehler, ist Lernbedarf vorhanden.

    Die Unterlagen können selbständig bearbeitet werden und sind deshalb gut geeignet für Wochenplanarbeit, als Hausaufgaben oder für freiwillige Ferienübungen, wie sie öfters von Schülerinnen verlangt werden.
    Zusätzlich benötigte, reine Übungsblätter können jederzeit mit einem gängigen Arbeitsblattgenerator selber gestaltet werden.

    Download: Addieren und Subtrahieren bis 100  

  • Fussball-Lehrmittel bei den Perlen


    Fussball 9

    Neben den in der vergangenen Woche vorgestellten neuen Fussball-Heften habe ich natürlich auch die bestehenden Materialien aktualisiert und auf die bevorstehende WM 2018 ausgerichtet:

    1. Glossar Fussballbegriffe
    2. Thema Fussball für die Unterstufe
    3. Fussball-WM 2018 für Erstleser
    4. Fussball-WM 2018 Aufgabenkarten für die 3.-6. Kl.
    5. Fussball-WM 2018 Zuhören und antworten oder Lesen und recherchieren
    6. Miniperlen Fussball-WM 2018
    7. Ampelhefte Fussball
    8. Ampelhefte Fussball-WM 2018
    9. Fermi-Aufgaben zur WM 2018 für die 4.-7. Klasse

    Fussball Logical… und ein Fussball-Logical.

  • Kreative Schreibidee: Gemeinsamkeiten und Unterschiede


    Kreativ Schreiben T

    Kinder schreiben gerne. Es müssen ja nicht immer mehrseitige Aufsätze sein. Mit verschiedenen Inputs, die ich sammle und hier nach und nach vorstelle, motivieren wir sie, regelmässig kurze Texte zu verfassen. Ihre Fantasie wird angeregt und sie trainieren ihre Schreibfertigkeiten.

    Beim zweiten Schreibanlass Gemeinsamkeiten und Unterschiede werden den Schülerinnen und Schülern verschiedene Dinge aus dem Alltag vorgelegt, über die sie möglichst viele Gemeinsamkeiten aufschreiben.

    Die nächste Aufgabe ist ähnlich: Die Schüler schreiben Unterschiede zwischen zwei vorgegebenen Gegenständen auf.

    Bei der dritten Aufgabe wird es spannend: „Welche Gemeinsamkeiten und welche Unterschiede findest du zwischen dem Gegenstand und dir selber?“ Die Schüler schreiben einen Text, bei dem Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen einem vorgegebenen Objekt und ihrer Person eine Rolle spielen.

    Kreativ Schreiben 3 Kreativ Schreiben 4 Kreativ Schreiben 5

    Die Kopiervorlagen finden Sie im Heft Schreiben macht Freude, das mit dem Titelmix begann und nun mit diesem neuen Schreibanlass erweitert wurde. Die Reihe wird fortgesetzt.

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