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Buchfink Titelbild

Nicht der Haussperling oder die Amsel, sondern der Buchfink ist unser häufigster Brutvogel. Er ist ein Vertreter der Finkenfamilie und relativ einfach zu beobachten. Ein idealer Vogel für all jene, die neu in die Vogelkunde einsteigen.

Gerade jetzt im Winter zeigt sich der Buchfink oft als Gast an Futterhäuschen. Da hält er sich meist am Boden auf, um die heruntergefallenen Samen aufzunehmen, in dieser Zeit ist er ein „Körnlipicker“. Sein kräftiger Schnabel deutet darauf hin, dass er sich gerne von Samen ernährt, zumindest im Winterhalbjahr.

Buchfinken-Männchen im Winter

Bereits im späteren Februar ertönt der charakteristische Gesang des Männchens, anfangs noch verhalten. Sobald die voll ausgesungenen Strophen zu hören sind, kündigt sich der Frühling an. Der Gesang, der meist von Ästen auf halber Baumhöhe ertönt, dient dazu, Reviere abzustecken und Weibchen anzulocken.

Um sich den Gesang eines Vogels einzuprägen, existieren verschiedene Merksätze. In Deutschland lautet einer für den Buchfinken zum Beispiel „bitte noch ein Weizenbiiieeer“, in der Schweiz „fort, fort, fort, sosch rüehr dr es Schübeli noh“. Der Buchfinken-Gesang lässt sich gut lernen und wer Mühe damit hat, findet im Internet gute Beispiele.

Je nach Verbreitungsgebiet haben Buchfinken verschiedene Dialekte, vor allem beim absteigenden Endschnörkel gibt es Variationen. Der Vogel zeichnet sich auch durch unterschiedliche Rufe aus wie den Luftfeindruf, Paarungsruf, Frühlingsruf, Flugruf und natürlich den Bettelruf der Jungvögel. Der sogenannte Regenruf ist vor allem während der Brutzeit zu hören und hat mit Regen absolut nichts zu tun, ausser dass er auch bei schlechter Witterung zu hören ist, wenn die meisten Vögel das Singen eher lassen. Wahrscheinlich hat er eine ähnliche Revier anzeigende Funktion wie der Gesang.

Buchfinken Weibchen mit Bergfink

Der Buchfink ist in Europa und Nordafrika, aber auch in Westasien verbreitet. Männliche Buchfinken sind etwa so gross wie Haussperlinge und haben ein farbenprächtiges Gefieder, je nach geographischer Lage gibt es Unterschiede. Die Unterseite unserer einheimischen Buchfinken-Männchen ist rostrot, ebenso die Wangen. Scheitel und Nacken sind graublau, der Bürzel (Gefiederpartie im Bereich Hinterrücken/Oberseite Schwanzwurzel) ist graugrün, Flügelbinde und Schulterfleck weiss. Im Flug fallen die zwei weissen Flügelbinden, wovon eine der breite Schulterfleck ist, besonders auf, ebenso die weissen Schwanzkanten. In gemischten Schwärmen, z.B. mit Bergfinken, sind dies sehr zuverlässige Merkmale. Charakteristisch ist der kräftige, wellenförmige Flug.

Buchfink Männchen PK

Die Buchfinken-Weibchen sind unscheinbar gefärbt, der Gesamtton ist graugrün.

Buchfink Weibchen

Buchfinken sind Standvögel oder Kurzstreckenzieher. Die etwas kleineren Weibchen und die Jungvögel ziehen meist weiter in den Süden als die Männchen. Die männlichen Buchfinken bleiben oft im Brutgebiet oder in der Nähe und sind dann scheinbar ledig oder ehelos. Daher kommt ihr wissenschaftlicher Name Fringilla coelebs („lediger Fink“).

Der grosse Teil der Überwinterer in der Schweiz sind nicht einheimische Brutvögel, sondern Vögel aus Deutschland, Tschechien, dem Ostseeraum und Russland.

Bei Vögeln wählen in der Regel die Weibchen ihren Partner aus. Dabei zählen Kriterien wie Gesang, Gefiederfärbung und Alter. Ältere Buchfinken-Männchen haben bessere Chancen, da ihr Gesang meist kunstvoller ist, und da sie aggressiver um die Weibchen werben als jüngere Artgenossen. Häufig finden sich auch die Brutpaare des Vorjahres wieder zusammen.

Was seinen Lebensraum anbelangt, ist der Buchfink nicht wählerisch. Er kommt überall vor, wo zumindest einige Bäume wachsen. Der höchste Brutnachweis aus der Schweiz stammt aus über 2300 m Höhe! Es ist aber gut möglich, dass sich Buchfinken auch im eigenen Garten ansiedeln. Sie gehören zu den frei brütenden Singvögeln und bauen ihr halbkugeliges Nest in einer Astgabel in einem Baum oder Strauch.

Buchfinknest

 

Das Nest ist ein kleines Kunstwerk aus Moos, Grashalmen und Wurzeln. Innen polstert es das Weibchen mit Gräsern, Pflanzenfasern, Federchen und Haaren aus. Für das hier abgebildete Nest wurden Hundehaare verwendet.

 

Der Nestbau beginnt meist Ende März und dauert 7 bis 14 Tage, im Fall von Zweitbruten wird das erste Nest oft übernommen und ausgebaut. Das Weibchen legt vier bis fünf blaue, lila gefleckte Eier in täglichen Abständen und beginnt ab dem vorletzten Ei zu brüten. Das Brutgeschäft übernimmt das Weibchen, während das Männchen in dieser Zeit das Revier verteidigt.

Nach dem Schlupf füttert das Paar seine Jungen während rund 14 Tagen im Nest. Die Nahrung besteht aus Insekten, bevorzugt werden Schmetterlingsraupen, die nach dem Blattaustrieb im Frühling in grosser Zahl vorkommen. Im Gegensatz zu anderen Finken, die ihren Nachwuchs mit im Kropf vorverdautem Körnerbrei füttern, werden Buchfinkenküken ausschliesslich mit tierischer Nahrung versorgt. Während der Brutsaison ernähren sich auch die Elterntiere von tierischer Nahrung. Nach dem Ausfliegen werden die Jungvögel noch während rund drei Wochen gefüttert.

Buchfink Maennchen fuettert Jungvogel

 


Buchfink T

 Die ausführliche Dokumentation zum heutigen Vogel des Monats für den Unterricht finden Sie hier: der Buchfink.

Ich danke Edith und Beni Herzog herzlich für die interessanten Informationen und die wunderbaren Fotos. Auf ihrer Webseite benifotos.ch sind die Bilder grösser und noch prächtiger zu sehen.

Zielgruppe: 3. - 6. Klasse
Bezug Lehrplan 21: NMG 2.1    NMG 2.3    NMG 2.4    NMG.2.6

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  • Die Geschichte des verrückten Königs


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    Ein mächtiger Zauberer hatte die Absicht, das Königreich zu zerstören. Er goss einen Zaubertrank in den Brunnen, aus dem alle Untertanen tranken. Jeder, der mit dem Wasser in Berührung kam, wurde verrückt.

    Am nächsten Morgen ging das ganze Volk zum Brunnen, um zu trinken. Alle wurden verrückt, ausser dem König, der einen privaten Brunnen für sich und seine Familie besass, zu dem der Zauberer nicht gelangen konnte. Voller Sorge versuchte der Herrscher seine Autorität über das Volk zu auszuüben und gab eine Reihe von Gesetzen für die Sicherheit und die Gesundheit des Volkes heraus. Die Polizei und die Gerichte, die vom vergifteten Wasser getrunken hatten, fanden die königlichen Entscheidungen absurd und beschlossen, sie nicht einzuhalten.

    Als die Bewohner des Königreiches den Gesetzestext lasen, waren sie überzeugt, dass ihr Herrscher verrückt geworden sei und daher sinnlose Dinge verordnete. Schreiend begaben sie sich zum Schloss und verlangten seine Abdankung. Verzweifelt erklärte sich der König bereit, den Thron zu verlassen, doch die Königin verhinderte es, indem sie ihm vorschlug: „Gehen wir zum Brunnen und trinken von diesem Wasser. So werden wir ihnen gleich.“

    Und so geschah es: Der König und die Königin tranken das Wasser der Verrücktheit und begannen augenblicklich sinnlos daherzureden. Das Volk überlegte es sich nun anders: Jetzt, da der König so viel Weisheit zeigte, konnte man es doch zulassen, dass er weiterregierte.

    Im Land kehrte wieder die Ruhe ein, obwohl seine Bewohner sich ganz anders verhielten als ihre Nachbarn. Und so konnte der König regieren bis ans Ende seiner Tage.

    Paolo Coelho

    Die Geschichte enthält zwei Botschaften:
    - Die Tatsache, dass du als Einziger so denkst, macht dich nicht zwingend zu einem Verrückten.
    - Ob wir als König unter Verrückten leben oder einem Traum folgen - ist unsere eigene Entscheidung.

    Quelle: Qumran2
    Bild: Pixabay

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    Die schönsten Bilderbücher als grosses Kino: Hier der zweite Teil mit Links zu PDFs, die zum Bilderbuchkino kostenlos heruntergeladen werden können:

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    2. Marcus Pfister: Mehrere Bilderbuchgeschichten zum Regenbogenfisch
    3. Kuh Liselotte

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       5) Barock
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    Das neue Kinderlied von Markus Sosnowski - wie immer ein Ohrwurm!

    Dieses deutsche Kinderlied über die verschwundene Kokosnuss tauchte in den 1950er Jahren erstmals in Liederbüchern konfessionsgebundender Jugendgruppen auf. Der genaue Enstehungszeitpunkt sowie der Urheber des Liedes sind allerdings unbekannt. (Quelle: Wikipedia)

    Markus Sosnowski: "Für den Kinderliedergarten habe ich das traditionelle Volkslied, das auch heute noch sehr gern im Kindergarten gesungen wird, neu arrangiert. Als Gastsänger habe ich den talentierten Marko Budja gewinnen können."

  • Knacknuss 405


    Knack405

    Antworten bitte im Perlen-Kommentar. Für die erste richtige Lösung gibt es 10 Nüsse und für 100 Nüsse einen Preis zu gewinnen. Pro Person ist nur eine Antwort erlaubt. Viel Glück!

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