Newsflash

Rechtschreibung

Die Rechtschreibung nach Duden weicht in der Schweiz teilweise von den Regeln in Deutschland und Österreich ab. Sie finden deshalb viele Lehrmittel zusätzlich als überarbeitete Versionen. Sie sind mit D/A bezeichnet.  

 

Cha Ka F1 T Cha Ka F1 Lied

Die erste Fortsetzungsgeschichte der Abenteuer von Charlie und Karlchen ist da: Hund und Katze begegnen sich zum ersten Mal. Wie immer schildert Andrea Meier diese Begegnung sehr feinfühlig und liefert auch noch ein passendes Lied dazu.

Download: Charlie und Karlchen: erste Begegnung

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Steinkauz Titelbild


Im alten Griechenland galt der Steinkauz als „Vogel der Weisheit", ausgewählt von der Göttin Athene, der Beschützerin von Athen und Göttin der Weisheit. Der Steinkauz mit Ölzweig und Mond zierte griechische Münzen, die daher kurz „Eulen" genannt wurden. Da Athen damals wie heute eine grosse Steinkauz-Population aufweist, sagt man Eulen nach Athen tragen für „etwas Unsinniges oder Überflüssiges tun".

Steinkauz Weisheit


Der Steinkauz hat bei uns seit Jahrhunderten in unmittelbarer Nähe des Menschen gelebt, oft als Untermieter in Scheunen und Ruinen. Im Gegensatz zu andern Eulen lebt er nicht im Wald.

Seit den 1950er-Jahren verzeichnete man in ganz Mitteleuropa einen drastischen Rückgang und heute sind die kleinen Kobolde grösstenteils verschwunden. Die Gründe sind Intensivierung der Landwirtschaft, fehlende Hochstamm-Obstgärten, Ausmerzen von alten Bäumen, Verlust von extensiv genutzten Wiesen, Rückgang von Grossinsekten durch Pestizideinsatz, Ausdehnung der Siedlungsgebiete.

Steinkauz Menschen


Der Steinkauz, vor allem ein dämmerungs- und nachtaktiver Vogel, ist eine recht kleine und kompakte Eule mit grossem, breitem Kopf und flacher Stirn. Seine Beine sind relativ lang und der Schwanz kurz. Seine Oberseite ist braun, auf dem Scheitel ist der Steinkauz fein und auf der Oberseite kräftiger weiss gesprenkelt. Die Unterseite ist weisslich und dicht braun gestreift. Seine weisslichen Überaugenstreifen vermitteln einen „ernsten" Gesichtsausdruck. Seine Iris ist gelb, der Schnabel gräulich-gelb.

Steinkauz kompakt

Die Nahrung des Steinkauzes bilden Feldmäuse, Kleinvögel, Insekten, Regenwürmer, manchmal auch Reptilien und Amphibien.

Er liebt offene Landschaften mit Hecken, alten Bäumen, Blumenwiesen, Ast- und Steinhaufen und ist ein Höhlenbrüter. Als Nistplatz wählt er oft eine Baumhöhle; im Tessin brütet er fast nur in Gebäuden (alte Rustici). Einen grossen Vorteil bieten heute mardersichere Nistkästen. Ideal sind Nistmöglichkeiten, die zwei bis drei Meter über Boden und im freien Anflug erreichbar sind. Nistmaterial wird nicht eingetragen.

Steinkauz Nistroehre


Zwischen Ende April und Mitte Mai legt das Weibchen im Abstand von etwa 2 Tagen 2 bis 5 Eier, die es ab dem vorletzten oder letzten Ei bebrütet. In dieser Zeit wird es vom Männchen regelmässig mit Nahrung versorgt.

Die Brutzeit beträgt 22 bis 28 Tage; nach dem Schlüpfen werden die Jungen in den ersten 10 Tagen intensiv vom Weibchen gehudert (gewärmt). In dieser Zeit jagt nur das Männchen, danach beteiligt sich auch das Weibchen an der Futterbeschaffung.

Junge Steinkäuze erreichen innert 4 Wochen ihr 10-faches Gewicht! Aber die Sterblichkeit von Nestlingen und Jungvögeln kurz nach dem Ausfliegen ist hoch. Sie fallen vor allem Prädatoren wie Mäusebussard, Fuchs, Rabenkrähe, Marder und Waldkauz zum Opfer. Der Steinkauz steht somit mitten in der Nahrungskette. Er brütet auch nur einmal im Jahr.

Steinkauz Nistkaesten


Es darf nicht sein, dass der Steinkauz sang- und klanglos ausstirbt. Seit dem Jahr 2000 existiert ein trinationales Artenförderungsprogramm mit Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Ziel ist es, die jährlich zunehmenden Bestände jenseits der Grenze weiter zu fördern und den Lebensraum in der Schweiz aufzuwerten. Zu den Aufwertungsmassnahmen gehören beispielsweise der Erhalt und das Pflanzen von Hochstammbäumen, dornige Hecken, ungedüngte Wiesen und mardersichere Spezial-Niströhren in Gebieten, wo die Nahrungsverfügbarkeit gewährleistet ist. Gefragt ist auch Mut zu etwas „Unordnung" im Landwirtschaftsgebiet.

Steinkauz Unordnung


Der Steinkauz hat ein ausgeprägtes Sozialverhalten, die Jungkäuze wandern oft nur 8 bis 10 km ab und gründen ein neues Revier. Ungefähr ein Zehntel der Tiere legt aber mehr als 100 km zurück und bewirkt so einen grossräumigen Austausch der Population. Es gibt also berechtigte Hoffnung, dass die Einwanderung von Süddeutschland oder vom Elsass erfolgreich ist. Ein Aussetzen wie beim Bartgeier bringt keinen Erfolg.

In der Schweiz geht man zur Zeit von ungefähr 100 Brutpaaren aus, die Chancen, dass es mehr werden, sind aufgrund der Bemühungen intakt.

Steinkauz Steinbloecke

 

Übrigens – woher stammt der Name „Steinkauz"? In Südeuropa lebt der Steinkauz im wahrsten Sinn des Wortes in steinigem Gebiet: zwischen Steinblöcken und in Bruchsteinmauern. Dort ist er auch tagaktiv.

 

Steinkauz T

 

Die Dokumentation zum heutigen Vogel des Monats für den Unterricht finden Sie hier: Steinkauz

Die interessanten Informationen hat Edith Herzog für uns zusammengestellt, die herrlichen Fotos sind von Beni Herzog. Herzlichen Dank.

 

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Lied Ferien ade Lied Sonnenbl

Zwei Lieder zum Schulstart: Ferienzeit ade und das Sonnenblumenlied bilden den Anfang eines Liederheftes mit Kinderliedern von Andrea Meier. Wir freuen uns, wenn das Liederheft nach und nach mit vielen weiteren hübschen Songs gefüllt wird.

Download: Andreas Liederheft

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Unserem Webmaster Ivo sei Dank! Er hat ein spannendes, philosophisches und auch etwas surreales Thema aufgegriffen und daraus dieses Essay erstellt. Aber lesen Sie selber:

Jeder Satz, der je geschrieben wurde und je geschrieben wird, steht in der Bibliothek von Babel. Gratis.

Unmöglich?

desmazierescolor

Jorge Luis Borges, geboren am 24. August 1899, verstorben am 14. Juli 1986, war ein argentinischer Schriftsteller und Bibliothekar. In seiner philosophischen und futuristischen Erzählung Die Bibliothek von Babel stellte er das Universum als Bibliothek mit unendlichen, hexagonal angeordneten Galerien vor, welche jeden nur erdenklichen Text enthalten. Texte welche schon geschrieben wurden und Texte, welche noch geschrieben werden.

In seinem 1939 erschienen Essay La Biblioteca Total schrieb er:

„Alles wird in den blinden Büchern sein. Alles: Die detaillierte Geschichte der Zukunft, die Ägypter von Aischylos, die präzise Anzahl von Gewässern des Ganges, in denen sich der Flügelschlag eines Falken widerspiegelt, die Geheimnisse Roms, die Enzyklopädie, für die Novalis Wissen gesammelt hatte, meine Träume und Tagträume in der Morgendämmerung des 14. Augusts 1934, den Beweis von Pierre de Fermats Theorem, die ungeschriebenen Kapitel des Geheimnisses von Edwin Drood […]“

Borges wusste damals noch nicht, was Computer nur wenige Jahrzehnte später leisten können. So nahm 77 Jahre später der amerikanische Autor Jonathan Basile die Idee wieder auf und erstellte 2015 virtuell mit Hilfe vieler Freunde und seiner Familie die totale Bibliothek.

Er nahm die Aussage der La Biblioteca Total, die „blinden Bücher“ betreffend, wörtlich und entwarf einen Algorithmus, welcher mit den im Englischen gebrauchten Zeichen: a-z (nur Kleinbuchstaben), dem Komma, dem Leerzeichen und dem Punkt (29 Zeichen oder Base-29) alle möglichen Kombinationen mit bis zu 3200 Stellen erstellt und diese in die Bibliothek speichert.

Wer jetzt denkt, dass die gesuchte Textstelle einfach auf Anfrage erstellt wird, der irrt sich.

Bibliothek Hexagon

 

 

Basil organisierte die Bibliothek in hexagonale Räume, jeden mit vier Bücherregalen und fünf Tablaren. Auf jedem Tablar sind 32 Bücherbände vorhanden, welche wiederum je 410 Seiten enthalten.

 

 

 

Die darin enthaltenen Texte erscheinen als Buchstabensalat. Beim Stöbern in den Seiten kommt schon eine gewisse Schatzsuchermentalität auf. Sucht man aber über die Suchfunktion einen bestimmten Satz, welcher bis zu 3200 Zeichen enthalten darf, dann wird man auf einmal fündig: Das Geschriebene - so abwegig das uns erscheinen mag - gab es schon!

Beim Lesen der virtuellen Bücher merkt man sehr bald, dass ein grosser Teil der Seiten unleserlich ist, weil sie aus zufälligen Kombinationen von Zeichen bestehen. Es sind sinnvolle wie unsinnige „Wörter“ und es wird nur äusserst selten gelingen, einen ganzen Satz darin zu finden, ausser man benutzt die Suchfunktion. Die Bibliothek zu Babel ist ein Experiment, das ebenso absurd wie faszinierend ist.

Diese Bibliothek wird ewig erweitert, die Kombinationen werden ununterbrochen gespeichert. Der Algorithmus kreiert fortlaufend neue Seiten. Die Bibliothek enthält noch nicht alle Seitenfolgen. Das ist übrigens fast unmöglich.

Wie funktioniert das?
Jede Buchseite welche vom Algorithmus erstellt wird, erhält eine einmalige und fortlaufende Seitennummer im Dezimalsystem, auch Base-10 genannt:

Bibliothek Base 29

 

Jede erstellte Buchstabenkombination ist in dieser Seitenzahl eingeschlossen. Diese Seitenzahl dient als Quelle, um dann über den Algorithmus immer die gleiche, viel längere Zahl für diese bestimmte Seite zu generieren. Diese viel längere Zahl wird dann als Base-29 und somit leserlich auf der Seite dargestellt.

Bibliothek Base 29 2

 

Was also auf diesen Seiten erstellt wurde, das existierte schon vor der Suchanfrage. Es wurde effektiv schon geschrieben, bevor man überhaupt auf die Idee gekommen ist, danach zu suchen. So gesehen existiert jeglicher vergangene und zukünftige Text, jeglicher schon geschriebene oder erst noch zu denkender Gedanke schon in der Bibliothek von Babel.

Dass dies auch mit deutschen Texten unter Verwendung des Base-29 funktioniert, kann man jederzeit selber versuchen (siehe drittes Hexagon, Tablar 3, Buch 1, Seite 210):

Bibliothek Satz

 

Wer jetzt an das „Infinite-Monkey-Theorem“, also das Theorem der endlos tippenden Affen denkt, liegt wohl nicht ganz falsch. Mit dem kleinen, aber nicht unwesentlichen Unterschied, dass diese Bibliothek effektiv existiert und die Affen noch nicht mal einen Buchstaben getippt haben.

Typing monkey svg

 

Das Infinite-Monkey-Theorem besagt, dass ein Affe, der unendlich lange zufällig auf einer Schreibmaschine herumtippt, fast sicher irgendwann alle Bücher der Nationalbibliothek Frankreichs schreiben wird.

 

 

Bibliothek Babel T

 

 

Zu diesem interessanten Thema finden Sie eine Dokumentation für die 4. bis 6. Klasse unter Sachtexte, Leseverstehen. Das Heft enthält den gesamten Text, Aufgaben und Verständnisfragen dazu sowie Worterklärungen auf A4-Plakaten: Bibliothek von Babel.

 

 

 

 Bilder:
- Library of Babel, mit freundlicher Genehmigung von Jonathan Basile
- Wikimedia Commons, KaterBegemot

 

 

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Web Bienenfresser 7

Seine Farbenpracht, die ihn wie einen tropischen Vogel schillern lässt, und seine Eleganz machen den wärmeliebenden Bienenfresser zu einer unverwechselbaren Erscheinung in unserer Vogelwelt. Dieses fliegende Juwel gehört in Mitteleuropa vermutlich zu den Profiteuren der Klimaerwärmung.

Vom Mittelmeerraum her, wo er regelmässiger Brutvogel ist, breitete er sich langsam nach Norden aus. In den 1990er-Jahren siedelte er sich in Deutschland und im nördlichen Frankreich an. Er fand den Weg auch in die Schweiz, hier sind aber nur wenige Brutgebiete über mehrere Jahre besetzt. Allerdings mehren sich die Brutnachweise. In Deutschland konnte im Jahr 2015 ein neues Maximum von 1600 Brutpaaren nachgewiesen werden. Auch in Österreich und andern europäischen Staaten kommen Bienenfresser vor. Warme und trockene Sommer fördern das Insektenaufkommen, dies bietet die optimale Voraussetzung für einen Anstieg des Bruterfolges.

Der Bauch- und Brustbereich des Bienenfressers ist türkisfarben, Scheitel-, Nacken- und Rückenpartien sind rostbraun. Oberhalb des gelben Kinns hat er einen schwarzen Augenstreif. Im Flug zeigt er spitze dreieckige Flügel, die verlängerten mittleren Schwanzfedern bezeichnet man als Spiess, der bei den Weibchen ein bisschen kürzer ist. Charakteristisch sind seine Flugrufe.

Web Bienenfresser 1

Bienenfresser segeln oft beschaulich durch die Luft, sind aber auch pfeilschnelle Flugjäger und jagen von einer Sitzwarte wie z.B. einem freistehenden Ast aus ihre Beute.

Web Bienenfresser 5

Zum Beutespektrum zählen Bienen, Hummeln, Wespen, Käfer, Libellen, Schmetterlinge, Heupferde. Da sie sich vor allem auf stechende Arten spezialisiert haben, schlagen sie den Hinterleib ihres Opfers auf einen harten Untergrund (z.B. Ast), um den Giftstachel zu entfernen.

Web Bienenfresser 4

Das Insektenangebot spielt eine massgebende Rolle, der massive Einsatz von Pestiziden und Insektiziden führt leider zu erheblichen Verlusten an Insekten. Dass heute selbst nach einer mehrstündigen Autobahnfahrt die Windschutzscheibe eines Autos kaum von Insektenopfern gereinigt werden muss, verdeutlicht drastisch den Verlust von etwa 80% der Insektenbiomasse in den vergangenen 35 Jahren.

Der Bienenfresser ist ein Langstreckenzieher und kehrt anfangs Mai aus dem Süden Afrikas zurück. Ein guter Bruterfolg setzt eine optimale Zusammenarbeit zwischen den beiden Partnern voraus. Die Bindung des Paares wird dadurch bekräftigt, dass das Bienenfresser-Männchen seinem Weibchen Geschenke in Form von erbeuteten Grossinsekten übergibt.

Web Bienenfresser 3

Bienenfresser brüten in kleinen Kolonien mit bis etwa 10 Paaren, in seltenen Fällen kommen Einzelbruten vor. Das Graben der bis zu 150 cm langen Niströhren ist hauptsächlich Aufgabe des Männchens. Geeignete Brutplätze sind nach Süden ausgerichtete Steilwände in Sand- und Kiesgruben, Weinbergböschungen, verfestigte Sand- und Erdhaufen, Steilwände an natürlichen Flussufern, die aber durch Flussbegradigungen und -korrekturen bei uns rar geworden sind.

Das Graben der Bruthöhle nimmt zwei bis drei Wochen in Anspruch. Das Männchen hackt mit geöffnetem Schnabel und wirft das Material mit Scharrbewegungen aus dem Loch. Brutbeginn für die etwa 6 Eier ist Ende Mai/Anfang Juni, die Bebrütung der Eier durch beide Partner dauert 3 Wochen. Nach weiteren gut 4 Wochen verlassen die Jungen die Neströhre, werden aber noch drei Wochen ausserhalb weiter gefüttert. Nicht-brütende, jüngere Individuen und Verwandte betätigen sich als Bruthelfer. Es kommt vor, dass Bienenfresser alte Bruthöhlen ausbessern und erneut darin brüten, oft werden diese aber auch von andern Vögeln wie z.B. Uferschwalben benützt. Diese belegen dann den vordersten Teil der Niströhre. Durch Erosion etc. kann ein Brutgebiet auch verloren gehen, in diesem Fall suchen sich die Bienenfresser eine neue Bleibe.

Web Bienenfresser 2

Bienenfresser zeigen ein komplexes Sozialverhalten, auf den Sitzwarten spielt sich ein grosser Teil ihres Soziallebens ab. Durch ihre Schönheit ziehen sie viele Vogelbeobachter und Fotografen an. Man sollte aber nicht in die Nähe von Brutröhren gehen, da Bienenfresser unter Umständen die Fütterung der Jungvögel aufgeben. Es empfiehlt sich, diese farbenprächtigen Vögel in gebührendem Abstand auf den regelmässig angeflogenen Sitzwarten abseits der Brutröhren zu beobachten. Selbstverständlich sollten auch keine Motorradrennen und andere Veranstaltungen in Kiesgruben durchgeführt werden, die sich Bienenfresser als Brutplatz ausgesucht haben. Wir möchten uns ja alle weiterhin an diesen wunderschönen Vögeln erfreuen.

 

Bienenfresser T

 

Die Dokumentation zum heutigen Vogel des Monats für den Unterricht finden Sie hier: Bienenfresser.

Die interessanten Informationen hat Edith Herzog für uns zusammengestellt, die herrlichen Fotos sind von Beni Herzog. Herzlichen Dank.

 

 

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 Charlie Karlchen T2 Charlie Karlchen 4

Nach knapp einem Monat folgt heute der zweite Teil der schönen, manchmal etwas traurigen Kindergeschichte von Andrea Meier - wiederum mit einem passenden einfachen Lied.Download: Charlie und Karlchen

Zusätzlich ist heute das Spiel Alles für die Katz' mit Redewendungen zur Katze dabei.

Alles fuer die Katz Spiel

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  • Charlie und Karlchen: erste Begegnung


    Cha Ka F1 T Cha Ka F1 1 Cha Ka F1 Lied

    Die erste Fortsetzungsgeschichte der Abenteuer von Charlie und Karlchen ist da: Hund und Katze begegnen sich zum ersten Mal. Wie immer schildert Andrea Meier diese Begegnung sehr feinfühlig und liefert auch noch ein passendes Lied dazu.

    Download: Charlie und Karlchen: erste Begegnung

  • Grammatik kreativ und spielerisch: lustige Sätze

     
    Grammatik fotolia Onidji

     
    Im Anschluss an die kürzlich hier vorgestellte Grammatik-Methode Gallery Walk folgt heute eine Variante dazu:

     

    Die Schüler arbeiten wiederum in Dreier- oder Vierergruppen.
    Jede Gruppe bekommt einen Korb (Karton, Beutel), der mit einer Wortart (Nomen, Verben, Adjektive, ...) beschriftet ist und einige Notizzettel.

    1. Phase:
    Die Gruppen haben genau 1 Minute Zeit, um möglichst viele Zettel mit passenden Wörtern zu beschriften und in ihren Korb zu legen.

    2. Phase:
    Aus jeder Gruppe präsentiert ein Sprecher die gefundenen Wörter und die Klasse entscheidet, ob die Zuordnung stimmt.

    3. Phase:
    Die Lehrperson schreibt einen einfachen Satz an die Wandtafel, wie z.B.

    Gramm 1

    Die Schüler finden die Wortarten zu den einzelnen Wörtern.

    Gramm 2

    Nun ruft die Lehrperson die einzelnen Gruppen der Reihe nach auf. Ein Schüler jeder Gruppe nimmt einen (zufälligen) Zettel aus seinem Korb und schreibt das Wort unter die passende Wortart.

    Das Ergebnis könnte z.B. so aussehen:

    Gramm 3

    Der Satz wird grammatikalisch korrekt angepasst und klingt dann meist ziemlich witzig:

    Gramm 4

    4. Phase:
    Die Körbe stehen in einer Reihe und jeder Schüler nimmt aus jedem Korb einen Zettel, geht damit an seinen Platz und setzt die Wörter zu einem grammatikalisch richtigen Satz zusammen.
    Die so gebildeten Sätze werden an die Wandtafel geschrieben.
    (Diese 4. Phase kann auch in Partnerarbeit duchgeführt werden.)

    Mit neuen Wörtern kann diese Übung später mehrmals durchgeführt werden und sorgt immer wieder für Lacher.

    Bild: Fotolia, Onidji

  • Forscherkarten September


    Forscherkarten Sept T Forscherkarten Sept 1

    Die neuen Forscherfragen für den Monat September sind bereit: Forscherkarten September

    Die vorliegenden 20 Forscherkarten sprechen wie alle vorhergehenden Karten dieser Reihe mehrere Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler an und erfüllen damit verschiedene Ziele. Sie erfordern von den Kindern genaues Lesen und Verstehen, Schlüsselwörter müssen ausgemacht werden, mit denen sie passende Informationen suchen, Antworten finden und formulieren können.

    Jede der 20 Forscherkarten enthält eine Aussage zu einem Thema, das sich auf den Monat September bezieht, sowie drei Fragen, die die Schüler selbständig aus verschiedenen Quellen in Büchern oder im Internet recherchieren.

    Die farbigen Forscherkarten können Sie mehrfach ausdrucken, ausschneiden und laminieren, so dass die Kinder sie zu sich an den Platz nehmen und in Ruhe die Lösungen auf dem passenden Antwortblatt eintragen können. Sie sind ideal für schnelle Schüler und Kinder mit vielseitigen Interessen. Wer schafft diesen Monat am meisten Forscherkarten?

  • Wert des Monats: Fairness


    Werte Fairness T Werte Fairness 1 Werte Fairness L 

    "Das ist nicht fair!" Wir hören diesen Spruch sehr oft. Mit diesem Heft gehen wir tiefer auf die Bedeutung von Fairness und Gerechtigkeit ein: Fairness bedeutet nicht, dass alle das Gleiche bekommen - Fairness bedeutet, dass alle das bekommen, was sie benötigen, um erfolgreich zu sein.

    Jeden Monat steht ein Wert im Mittelpunkt der Aktivitäten unserer Klasse. Im nächsten Monat soll es die Fairness sein.

    Das Paket  Wert des Monats: Fairness enthält

    • ein Lernrad mit Bildern, Aussagen und Weisheiten zum Thema Fairness
    • Bin ich fair?  (Selbsttest)
    • Fairness in der Schule
    • Was ist fair? Was ist unfair?
    • Grosszügigkeit und Fairness
    • Anregungen für Diskussionen
    • Rollenspiele
    • Wandplakate mit Weisheiten

    und viele weitere Gedanken, die sich die Kinder in den 30 Tagen zur Fairness machen können.

    Werte Fairness 2

  • Knacknuss 299


    Knack299

    Antworten bitte im Kommentar. Für die erste richtige Lösung gibt es 10 Nüsse und für 100 Nüsse einen Preis zu gewinnen. Viel Glück!

  • Eine grossartige Fackel


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    "I am of the opinion that my life belongs to the whole community, and as long as I live it is my privilege to do for it whatever I can.
    I want to be thoroughly used up when I die, for the harder I work the more I live. I rejoice in life for its own sake. Life is no “brief candle” for me. It is a sort of splendid torch which I have got hold of for the moment, and I want to make it burn as brightly as possible before handing it on to future generations."

    George Bernard Shaw

    Bild: Pixabay, skeeze

  • Vogel des Monats: der Steinkauz

     
    Steinkauz Titelbild

    Im alten Griechenland galt der Steinkauz als „Vogel der Weisheit“, ausgewählt von der Göttin Athene, der Beschützerin von Athen und Göttin der Weisheit. Der Steinkauz mit Ölzweig und Mond zierte griechische Münzen, die daher kurz „Eulen“ genannt wurden. Da Athen damals wie heute eine grosse Steinkauz-Population aufweist, sagt man Eulen nach Athen tragen für „etwas Unsinniges oder Überflüssiges tun“.

    Steinkauz Weisheit

    Der Steinkauz hat bei uns seit Jahrhunderten in unmittelbarer Nähe des Menschen gelebt, oft als Untermieter in Scheunen und Ruinen. Im Gegensatz zu andern Eulen lebt er nicht im Wald.

    Seit den 1950er-Jahren verzeichnete man in ganz Mitteleuropa einen drastischen Rückgang und heute sind die kleinen Kobolde grösstenteils verschwunden. Die Gründe sind Intensivierung der Landwirtschaft, fehlende Hochstamm-Obstgärten, Ausmerzen von alten Bäumen, Verlust von extensiv genutzten Wiesen, Rückgang von Grossinsekten durch Pestizideinsatz, Ausdehnung der Siedlungsgebiete.

    Steinkauz Menschen

    Der Steinkauz, vor allem ein dämmerungs- und nachtaktiver Vogel, ist eine recht kleine und kompakte Eule mit grossem, breitem Kopf und flacher Stirn. Seine Beine sind relativ lang und der Schwanz kurz. Seine Oberseite ist braun, auf dem Scheitel ist der Steinkauz fein und auf der Oberseite kräftiger weiss gesprenkelt. Die Unterseite ist weisslich und dicht braun gestreift. Seine weisslichen Überaugenstreifen vermitteln einen „ernsten“ Gesichtsausdruck. Seine Iris ist gelb, der Schnabel gräulich-gelb.

    Steinkauz kompakt

    Die Nahrung des Steinkauzes bilden Feldmäuse, Kleinvögel, Insekten, Regenwürmer, manchmal auch Reptilien und Amphibien.

    Er liebt offene Landschaften mit Hecken, alten Bäumen, Blumenwiesen, Ast- und Steinhaufen und ist ein Höhlenbrüter. Als Nistplatz wählt er oft eine Baumhöhle; im Tessin brütet er fast nur in Gebäuden (alte Rustici). Einen grossen Vorteil bieten heute mardersichere Nistkästen. Ideal sind Nistmöglichkeiten, die zwei bis drei Meter über Boden und im freien Anflug erreichbar sind. Nistmaterial wird nicht eingetragen.

    Steinkauz Nistroehre

    Zwischen Ende April und Mitte Mai legt das Weibchen im Abstand von etwa 2 Tagen 2 bis 5 Eier, die es ab dem vorletzten oder letzten Ei bebrütet. In dieser Zeit wird es vom Männchen regelmässig mit Nahrung versorgt.

    Die Brutzeit beträgt 22 bis 28 Tage; nach dem Schlüpfen werden die Jungen in den ersten 10 Tagen intensiv vom Weibchen gehudert (gewärmt). In dieser Zeit jagt nur das Männchen, danach beteiligt sich auch das Weibchen an der Futterbeschaffung.

    Junge Steinkäuze erreichen innert 4 Wochen ihr 10-faches Gewicht! Aber die Sterblichkeit von Nestlingen und Jungvögeln kurz nach dem Ausfliegen ist hoch. Sie fallen vor allem Prädatoren wie Mäusebussard, Fuchs, Rabenkrähe, Marder und Waldkauz zum Opfer. Der Steinkauz steht somit mitten in der Nahrungskette. Er brütet auch nur einmal im Jahr.

    Steinkauz Nistkaesten

    Es darf nicht sein, dass der Steinkauz sang- und klanglos ausstirbt. Seit dem Jahr 2000 existiert ein trinationales Artenförderungsprogramm mit Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Ziel ist es, die jährlich zunehmenden Bestände jenseits der Grenze weiter zu fördern und den Lebensraum in der Schweiz aufzuwerten. Zu den Aufwertungsmassnahmen gehören beispielsweise der Erhalt und das Pflanzen von Hochstammbäumen, dornige Hecken, ungedüngte Wiesen und mardersichere Spezial-Niströhren in Gebieten, wo die Nahrungsverfügbarkeit gewährleistet ist. Gefragt ist auch Mut zu etwas „Unordnung“ im Landwirtschaftsgebiet.

    Steinkauz Unordnung

    Der Steinkauz hat ein ausgeprägtes Sozialverhalten, die Jungkäuze wandern oft nur 8 bis 10 km ab und gründen ein neues Revier. Ungefähr ein Zehntel der Tiere legt aber mehr als 100 km zurück und bewirkt so einen grossräumigen Austausch der Population. Es gibt also berechtigte Hoffnung, dass die Einwanderung von Süddeutschland oder vom Elsass erfolgreich ist. Ein Aussetzen wie beim Bartgeier bringt keinen Erfolg.

    In der Schweiz geht man zur Zeit von ungefähr 100 Brutpaaren aus, die Chancen, dass es mehr werden, sind aufgrund der Bemühungen intakt.

    Steinkauz Steinbloecke

    Übrigens – woher stammt der Name „Steinkauz“? In Südeuropa lebt der Steinkauz im wahrsten Sinn des Wortes in steinigem Gebiet: zwischen Steinblöcken und in Bruchsteinmauern. Dort ist er auch tagaktiv.



    Steinkauz T

    Die Dokumentation zum heutigen Vogel des Monats für den Unterricht finden Sie hier:   Steinkauz

    Für Nichtmitglieder steht das Heft in der Lehrmittel Boutique kostenlos zur Verfügung.

    Die interessanten Informationen hat Edith Herzog für uns zusammengestellt, die herrlichen Fotos sind von Beni Herzog. Herzlichen Dank.